Sich wandelnde Motive zur “Lust am Schmerz”
März 5th, 2010 Clu MariaImmer wieder wundern sich Neulinge, dass es sich mit der “Lust am Schmerz” im BDSM nicht ganz so einfach verhält. Tatsächlich sind diejenigen eine winzige Minderheit, für die Schmerz an sich lustvoll ist - also auch die Emfpindungen bei einem kleinen Unfall, einem Schnitt in die Hand oder dergleichen.
Recht viele SM-Praktizierende können jedoch moderate Schmerzen (hauen, kneifen, beißen etc.) im Rahmen sexueller Erregung in Lust verwandeln - allerdings nur bis zu einem bestimmten Intensitätslevel: dann bricht die sexuelle Lust weg. Diese softe Variante nenne ich Sex-SM: beileibe nicht als Abwertung (wir sind schließlich nicht auf der Maso-Olympiade!), sondern um eine Unterscheidung zu haben, wenn ich drüber rede und schreibe.
Jemand, der mit dem Joggen anfängt, kann bekanntlich furchtbar unter der Anstrengung und ungewohnten Bewegung leiden, doch wenige Monate später ist die morgendliche Jogging-Runde zum Lusterlebnis geworden: Man kann danach süchtig werden, sagen viele, die gerne laufen. 


