Vom Yoga der dunklen Erotik: Alle Beiträge in diesem Blog handeln von einvernehmlichem SM: physische und psychische Praktiken, die zur beiderseitigen Lust im erotischen Kontext inszeniert und erlebt werden.

Zum Thema "Markt & Szene"

SM-Klischees

Dezember 1st, 2009 Clu Maria

Wie halten wir es eigentlich mit den vielerlei BDSM-Klischees? Muss Sub immer in HHH (Highheels, Halsband, Halterlose) eingekleidet sein, wogegen Top nur in schwarzer Lederhose “dommig” genug wirkt? Werden “Sklavenhaltungen” nicht im Dauergebrauch öd? Und wie oft soll sich eine Sub von der Forderung, “nichts drunter” zu tragen, beeindrucken lassen?

Manchmal finde ich es schon fast komisch, wenn BDSMler gar nicht merken, wenn sie im “Formen nachempfinden” in eine Richtung abfahren, die dem ursprünglichen Kink geradezu entgegen gesetzt ist.

Von der Stimmung einer SM-Com

Juni 30th, 2008 Clu Maria

In welcher? Na, da es nur eine wirklich große gibt, ist das eigentlich klar - und doch ganz unwichtig, denn meine Frage geht nicht in Richtung “Community-Politik” oder gar Marketing.

Ich frage mich, ob mein Eindruck nur zufällig ist, oder ob es stimmt, dass in SM-Communities eine stärkere Tendenz zu schlechter Stimmung herrscht als anderswo. Man liest ja nur Texte und projiziert automatisch viel in die Personen und Gespräche hinein, kann da also oft ganz schief liegen. Und doch scheint es mir, als sei da mehr Misstrauen, mehr Agressivität, mehr Angst, dass einem jemand an den Karren fährt, mehr Neid, Missgunst und Nach-vorne-Verteidigung als in anderen Erotik- und Special-Interest-Coms.

Spannende Themen in der Sklavenzentrale

September 18th, 2006 Clu Maria

zaertlicher KussAb und an eröffne ich in der “Sklavenzentrale”, der mit über 60.000 Mitgliedern größten deutschsprachigen SM-Community, ein Disskussionsthema. Wenn es gelingt, zu einem wirklichen Austausch zu kommen und nicht in Streitereien darüber, was das einzig wahre und sadomasochistisch korrekte Erleben ist, freue ich mich - und finde es dann schade, dass diese Threads in den Tiefen des Archivs versacken. Deshalb liste ich hier mal einige auf, deren Inhalte vielleicht auch Besucher meines Blogs interessieren - man braucht sich nicht anmelden, um mitlesen zu können.

Eine kleine Warnung noch für Einsteiger und Interessierte: Die BDSM-Szene ist alles andere als ein homogener Haufen: Was für die einen höchste Lust bedeutet, lässt den anderen die Haare zu Berge stehen - und über verschiedene “Beziehungsideologien” wird gestritten ohne Ende. Andrerseits gibts auch wunderbar substanzielle Gespräche, die wirklich in die Tiefe gehen - man braucht halt Geduld und manchmal auch ein bisschen Hornhaut auf der Seele, um den “Rauschpegel” und die Animosotäten zu ertragen.

Alsdenn - die Seiten öffnen sich in einem zweiten Fenster:

Auszeit von der Sklavenzentrale

April 14th, 2006 Clu Maria

Stück Screenshot SZFür etliche Neulinge im Reich der dunklen Erotik ist vielleicht schon der Name dieser größten aller BDSM-Communities abschreckend - er war es jedenfalls für mich, jahrelang. MagicZyks, einer der SZ-Macher, schrieb anlässlich des arithmetischen Jubiläums der SZ selbst vom Erfolg “trotz des etwas rüden Namens “Sklavenzentrale”, der ja aus unseren Anfängen stammt”.
Als ich dann aber im Dezember 2005 mal intensiver durch die dortigen Foren stöberte, war ich angenehm überrascht: Ein breites Neigungs- und Meinungsspektrum, schneller und intensiver Meinungsaustausch, zwar viele Nonsens-Postings (wie fast überall), aber auch sehr engagierte, interessante Gespräche, in denen die Menschen sich mit viel Herzblut beteiligten. Ich war begeistert und trat bei, wurde sogar Premium-Mitglied, weil die Aktiven dort einen wirklich guten Service bieten, der die 6 Euro pro Monat mehr als wert ist.

BDSM und Kommerz

November 26th, 2005 Clu Maria

Immer wieder erregt es die Gemüter, wenn Szene-Medien und Communities “kommerziell werden”. Plötzlich gibt es Premium-Dienste, kostenpflichtige Mitgliedschaften, mehr Werbung und allerlei Angebote rund ums “Eigentliche”. Böse, böse, böse???

“Wenn auf den Seiten Filme, Bilder usw. über eine kostenpflichtige Mitgliedschaft bereitgestellt werden, dann unterstelle ich dem Ganzen einfach mal einen rein kommerziellen Zweck, der dazu dient, andere abzuzocken, auch wenn vielleicht sogar ganz lautere Gedanken dahinterstecken.”

Das ist so ein typischer Satz (aufgepickt im Bondage-Forum), der das ganze ambivalente Verhältnis zum Kommerziellen ausdrückt, das für DE so typisch ist. Geld verdienen ist “unlauter”! Kein Wunder, dass wir wirtschaftlich nachhaltig stagnieren und nur die Konzerne noch global Geschäfte machen, wir zuhause aber nicht.


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