Vom Yoga der dunklen Erotik: Alle Beiträge in diesem Blog handeln von einvernehmlichem SM: physische und psychische Praktiken, die zur beiderseitigen Lust im erotischen Kontext inszeniert und erlebt werden.

Die dominante Seite entdecken: Wie es begann

November 2nd, 2005 Clu Maria

So fing es bei mir an: ich hatte als Sub stets 1000 Ideen, die ER nicht unbedingt alle verwirklichen konnte - Dominanz nach Wunschzettel klappt ja nicht wirklich, ich war also zurückhaltend und passiv, fühlte aber binnen einiger Zeit einen regelrechten “Aktivitätsstau”. Ich wollte FÜHREN, wollte bestimmen, was in einer Session passiert, einfach um meine Fantasien zu verwirklichen. Und da das nicht zur Sub-Rolle passt, eben auf der dominanten Seite.

Das setzten wir auch um. Mein Partner hatte nichts dagegen, denn er ist offen für alles, was Lust verspricht. Ich lernte die “Probleme” und Freuden der aktiven Seite kennen, aber den echten Kick brachte das alles (noch) nicht. Es war sehr “gespielt” und gefiel mir deutlich weniger als die submissive Rolle (in der ich immer schon nach Belieben renitent war, wenn es mich danach gelüstete.).

Das “selber machen wollen” ist aber noch nicht Dominanz im erotischen Sinne, sondern die normale Lebensäußerung eines aktiven Charakters. Das merkte ich, als ich mal eine Woche verreist war und wir uns dann endlich wieder sahen: SEHR verliebt, sehr verlangend… ich sah ihm in die Augen und es machte “Klick!”
Plötzlich wollte ich ihn BESITZEN, zu meinen Füßen sehen, mit seiner Sehnsucht und Hingabe spielen…. es war wie ein Durchbruch in eine andere Gefühlsdimension…. wow!

Seitdem wechsle ich gelegentlich die Seite - mit zunehmender Begeisterung!

Das subtile DS-Flirten ist allerdings schwieriger als das Grobe, die Praktiken, das “Standardprogramm”. Er muss mir folgen und es erregend finden - mir aber auch mal folgen, wenn das nicht der Fall ist. Nicht, weil ich sein Nicht-Gefallen anstrebe, sondern damit ich seine Unterwerfung spüre.

Das muss ich aber erstmal einfordern! Ich arbeite noch dran…

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