BDSM / Session-Kommunikation: Was reden in einer Session?
Mai 4th, 2008 Clu MariaEs gibt viele verschiedene Arten, BDSM zu leben: keine ist richtig oder falsch, nur die Beteiligten müssen “miteinander können”. Der folgende Artikel wendet sich vor allem an diejenigen, die rund um das sadomasochistische Spielen mit Schmerz und Unbequemlichkeit (SM) einen psychischen Rahmen von Dominanz und Unterwerfung (DS) benötigen, um in Stimmung zu kommen, bzw. zu bleiben: ein Aspekt, der ohne Reden nicht auskommt, was vielen Einsteigern aber erst mal schwer fällt. (Man sehe mir bitte den Sprachgebrauch nach, der von MaleDom und FemSub ausgeht - geschlechtsneutrale Formulierungen finde ich einfach unschön und sperrig.)
Vom Sinn des Sprechens
SM und mehr noch DS finden vor allem im Kopf statt, darüber sind sich die meisten einig. Das liegt daran, dass eine äußere Handlung auf vielfältige Weise interpretiert werden kann, was sich am Ruderboot-Beispiel leicht zeigen lässt:
Ein SM-Paar auf dem See: der Mann rudert, die Frau sitzt nur da und schaut in die Landschaft. Wer dominiert diese Situation? Der Mann, weil er mittels der Ruder die Richtung und Geschwindigkeit bestimmt, also die (physische) Kontrolle hat? Oder die Frau, die ihren Sub die Arbeit machen lässt und nur ansagt, wo es lang geht? Allein vom Anblick her lässt sich das nicht entscheiden.



