Vom Yoga der dunklen Erotik: Alle Beiträge in diesem Blog handeln von einvernehmlichem SM: physische und psychische Praktiken, die zur beiderseitigen Lust im erotischen Kontext inszeniert und erlebt werden.

Beiträge aus dem Januar 2008:

Distanz und Nähe in SM-Beziehungen

Januar 20th, 2008 Clu Maria

Können erotisch dominante Menschen keine Nähe zulassen? Ist zunehmende Nähe ein Problem für eine SM-Beziehung? Wie kann, wenn man sich liebt, noch die nötige Distanz aufgebaut werden, um Sub gelegentlich “wie ein Objekt” zu behandeln und phasenweise so “zu quälen und zu demütigen”, wie es für viele zu einer gelingenden Session gehört?

Immer wieder werden diese Fragen in den SM-Foren und Communities diskutiert, doch sind es Fragen, die nicht allein SM-Beziehungen betreffen. Auch “ganz normale Beziehungen” haben oft ein Problem mit Distanz und Nähe, denn es gilt:

yinyangZuviel Nähe tötet die Erotik, zuviel Distanz auch.

Sobald ich jemanden nur noch als “Teil von mir” wahrnehme, kann ich ihn nicht mehr begehren, denn er gehört ja schon zu mir. Bleibt er mir dagegen konsequent fern, kann ich zwar begehren, doch erkenne ich alsbald den Irrtum: wer Nähe nicht erträgt, ist ein ungeeignetes Gegenüber, denn es gibt keine Annäherung, die ja das Ziel der Sehnsucht ist: miteinander “spielen” ist unmöglich.

Regeln für Sub binden auch Dom

Januar 1st, 2008 Clu Maria

Viele SM-Paare geben sich Regelwerke, etwa in Gestalt eines Vertrages, der “Rechte und Pflichten” beider Seiten enthält oder auch in Form von Verhaltensregeln, die der dominante Partner erlässt und die Sub akzeptiert. Je nach Ausgestaltung der Beziehung gelten diese Regeln “immer” oder nur während der Session-Zeiten. Ihr Sinn ist es, die Hierarchie zwischen Dom und Sub zu bestätigen und im Miteinander erfahrbar zu machen. Mir liegt es ferne, darüber zu befinden, ob Regeln “gut” oder “richtig” sind - für mich sind sie “Spielmaterial”, eine Methode unter mehreren, das DS-Verhältnis zur beiderseitigen Lust zu strukturieren. Die folgenden Überlegungen sind demnach kein Plädoyer dafür oder dagegen, sondern eine Analyse der Erfahrungen, die man mit Regelwerken machen kann.


Letzte Kommentare:

Dominanz und Unterwerfung: Die begeisterte Sub (19)

lina: Hallo Clu, wir sind ein Paar, das sich grade erst seine Neigungen (D/S) gegenseitig gestanden hat, und die...

sugarandspicebaby: Liebe Clu Und wieder mir aus der Seele gesprochen. Genau das, worum ich auch gerade ringe-meine...

Wieviel dominanter Egoismus ist ok? (1)

mmmarie: Hallo Clu Maria, das ist ein wundervoller Artikel. Dem ist nichts hinzuzufĂĽgen. Du sprichst ein Thema an,...

Einfach leiden (4)

Marvelous: Ich hab zum selben Thema einen persönlichen Beitrag geschrieben, weil es auch mich beschäftigt. Die...

Briseis: Danke liebe Clu, besonders der Abschnitt über die dukle Seite erklärt doch einiges! So eine Art eintauchen...

Das erste Mal: Eine Begegnung mit der Peitsche (28)

Roman: Ich finde diese Beschreibung Eurer Session wirklich außergewöhnlich. Vielleicht erscheint mir das auch...

DemĂĽtigung - wer mag denn sowas? (3)

marc: Als Sklave habe ich schon so manche DemĂĽtigung erlebt und es gehört zum SM den “kick” durch...

BDSM - Vom Spiel mit den Schattenseiten der Psyche (6)

sugarandspicebaby: Ein wunderbarer Artikel. Bin vor kurzer Zeit erst ĂĽber meine Leiden-Schaften gestolpert und...

Dominanz und Unterwerfung: Vom Nutzen konsensueller Hierarchie (18)

Clu: GlĂĽckwunsch, Petra! :-) Und schau gern auch in zwei, drei Jahren nochmal rein! Dann wirst du mit hoher...

Petra: Jahre später.. kein Eintrag seit 2007, wo doch dieser Beitrag zum Thema wirklich einer der ganz besonders...