Vom Yoga der dunklen Erotik: Alle Beiträge in diesem Blog handeln von einvernehmlichem SM: physische und psychische Praktiken, die zur beiderseitigen Lust im erotischen Kontext inszeniert und erlebt werden.

Beiträge aus dem November 2007:

Antwort auf Nachfragen: BDSM ist….

November 23rd, 2007 Clu Maria

…”ein Übungsfeld für die Zumutungen, Schmerzen, Demütigungen und Machtlosigkeiten, die in der letzten Phase des Lebens drohen” schrieb ich in einer Auflistung freier Assoziationen zum Thema BDSM, die hier lange schon als “programmatischer” Text meiner Sicht der Dinge verlinkt ist.

Wie ich nun höre, wirft dieser Satz Fragen auf. Was ja nicht wirklich wundert, denn wer denkt schon an Alter, Krankheit, Pflegebedürftigkeit, wenn es um eine “erotische Spielart” geht?

Verständlicher wird die Aussage sicher, wenn ich hinzufüge, dass er sich auf das Erleben der Sub-Seite bezieht: In BDSM-Sessions und Inszenierungen - egal, ob sie nun auf erotische Stunden beschränkt sind oder in den Alltag hinein ragen - konfrontiert Sub sich freiwillig (!) mit negativen Gefühlen verschiedenster Art, die durch die Zumutungen, Forderungen und Behandlungsweisen des dominanten Partners evoziert werden.

Story: Zehn Schuss - von Joerg Gum

November 17th, 2007 Clu Maria

Ich freue mich, diese sensible Story mit den leisen Tönen hier veröffentlichen zu dürfen und danke Jörg Gum für den schönen Beitrag!

* * *

Jahrmarkt, eine bunte Mischung aus knallbunten Lichtern, Geruch nach Zuckerwatte, abgerissene überall herum liegende Enden von Losen, Geschrei, Gekreisch, billige Rummelmusik. Ein billiges Vergnügen und ein Dukatengrab ersten Ranges in einem.

Mit einem zielsicheren, hintergründigen und ganz und gar nicht harmlosen Lächeln lenkt sie mich auf direktem Wege in Richtung Schießbude. “Mein Sklave, ich suche schon den ganzen Abend nach einer Bewährungsprobe für dich. Bzw. nach einer Strafe, die dich erwartet, wenn du versagst.” Ich nicke nur stumm. Ihre sadistische Phantasie ist schier grenzenlos. Und sie versteht es meisterhaft, mich glauben zu machen, mein Schicksal liege ganz allein in meinen Händen. Obwohl sie, diese so liebenswert gefährliche Schlange, die ganze Zeit natürlich die Kontrolle über die Situation ausübt und die Fäden zieht. Der Rummelplatz scheint ihr offensichtlich auch nur ein Betätigungsfeld dazu zu sein, mir neue Erfahrungshorizonte zu vermitteln. Ich stöhne innerlich.


Letzte Kommentare:

Sich wandelnde Motive zur “Lust am Schmerz” (3)

Clu: Aus meiner Sicht kann Kathasis kein ZIEL sein, sondern ERGIBT sich bei entsprechender Einstellung und Verfassung...

Lady Jana: Neulich hab ich ein Mittel gegen Migräne “erfunden” - die Hände eine Weile unter relativ...

Lady Jana: > Allerdings hat sich durch die “Spielerfahrungen” meine Fähigkeit, Schmerzen zu neutralisieren...

Angst vor Switchern? (2)

Lady Jana: ja, und was passiert wenn beide Switcher sind und gleichzeitig zu gleicher Seite switchen wollen? *grusel*...

frau: hallo clu! vielen dank fĂĽr den artikel ĂĽber s switchen - dem kann ich nur voll zustimmen die meisten menschen...

Das erste Mal: Eine Begegnung mit der Peitsche (16)

Clu: @Oleg: Deine gute Absicht in allen Ehren, aber den Umgang mit Schlaginstrumenten muss man m.E. nicht unbedingt...

Oleg: Nein, ich glaube nicht dass es so interessant wird zu beschreiben wie der dominante Mann seine erste BerĂĽhrung...

DemĂĽtigung im BDSM - eine Interpretation (10)

Clu: Ich freue mich, dass es Menschen gibt, die mit diesen Texten was anfangen können. Grad bin ich schreibmäßig...

Warum Unterwerfung?? (11)

Clu: @Jana: Keinen Text kann man absolut setzen - auch diesen nicht! :-) Auch in DS-Beziehungen restauriert sich...

IMMER in der Rolle oder nur während der Session? (1)

Lady Jana: sehr realistisch geschrieben, ich fĂĽhle sehr ähnlich… Danke Dir fĂĽr die präzise Formulierungen!