Zuviel BDSM?
Februar 12th, 2007 Clu MariaEinsteiger fühlen sich gelegentlich überwältigt von den vielen neuen, gleichermaßen faszinierenden und verwirrenden Eindrücken aus der BDSM-Welt. Wer den Schritt gemacht hat, sich innerlich zu den dunklen Sehnsüchten zu bekennen und nun den eigenen Platz, die eigene Lust im Reich der “anderen Erotik” sucht, hat es wahrlich nicht leicht. Potenzielle Partner und erste Gespielen vertreten IHRE Sicht auf BDSM und wie man es zu leben habe. Hinzu kommen die vielen Foren und Webseiten, auf denen sich schier alles findet, was an Haltungen und Ideologien so denkbar ist. Und gerade das Geschriebene weißt einen hohen Anteil “Virtualität” auf, sprich: da schreiben Menschen aus ihrem Kopfkino, was sie sich wünschen und erträumen, ohne dazu zu sagen, dass ihr Leben in der Praxis doch ein wenig anders aussieht. Gar nicht leicht für “Neue”, sich da zu orientieren!
Mentale Verstrickungen
Die Frage, ob es ein “Zuviel” an BDSM gibt, begegnete mir neulich in einem großen Forum der Szene. Die Angst, von dieser Leidenschaft “aufgefressen” zu werden und den Bezug zum “ganz normalen Leben” zu verlieren, ist gar nicht so selten. Wer das eigene Erleben wenig reflektiert und sich stark an anderen, z.B. den ersten “Spielpartnern” orientiert, muss ein gesundes Selbstbewusstsein und ein Gespür für das, was einem gut tut und was nicht, erst entwickeln. Gar nicht so einfach, wenn man auf der Sub-Seite steht und sich vor allem darum bemüht, diese Rolle “gut” auszufüllen!



