Erlebnisebenen einer Session: der Körper
September 5th, 2006 Clu MariaDominanz ist die Kunst, Subs Erleben zu gestalten: psychisch, geistig und körperlich. Das ist eine hohe Anforderung, die dem Aktiven einiges abverlangt. Es reicht nicht, eine Reihe von “Praktiken” am willigen Partner zu vollziehen, um ein erotisches Gipfelerlebnis zu kreieren - sonst würden Menschen mit einer masochistischen Ader ja schon beim Zahnarzt glücklich werden.
Manchmal träume ich davon, einen “Session-Baukasten” zu schreiben, der “alles Mögliche” umfasst: konkret genug, um zu inspirieren, aber auch abstrakt genug, um zu verstehen, was die einzelnen Aktionen bewirken, so dass man “aus dem Nichts” bzw. aus eigenen Ideen eine stimmige Session komponieren kann. Leider ist dieses Vorhaben immer, wenn ich es genauer anschaue, noch ein paar Nummern zu groß für mich und meine beschränkte Schreibzeit. Also kann ich immer nur einzelne Aspekte besprechen, die mir gerade ins Auge fallen.
Heute also:
Der Körper - das Physische
Der Körper ist ein Abenteuerspielplatz: jeder Reiz wird gespürt und empfunden, erlitten oder genossen, doch keinesfalls immer auf die gleiche Art. Tagesform und Vorerfahrungen spielen eine Rolle, aber auch der “Kontext”, also die Bedeutung, die der jeweiligen “Behandlung” von Seiten des Aktiven gegeben wird. Wird zum Beispiel etwas als “ganz schlimme Bestrafung” angekündigt, wird es mit Sicherheit schmerzlicher gespürt als wenn Top es mit der Bemerkung einleitet: “jetzt kommt was richtig Schönes, ich bin gespannt, wie es dich berührt!”



