Die Huette im Schnee - eine Wintergeschichte
Januar 23rd, 2006 Clu Maria(eine erotische Fantasie)
Der Schnee knirschte unter jedem ihrer Schritte. Wie weit würde sie noch gehen müssen? Ihr Atem schwebte als heller Nebel vor ihrem Gesicht, es war kalt, sehr kalt. Der Weg schlängelte sich steil den Berg hinauf, die frische Schneedecke glänzte, gänzlich unberührt – hätte sie nicht eigentlich seine Fußspuren sehen müssen? Vermutlich hatte es nachts Neuschnee gegeben, als sie noch schlafend im Intercity-Night lag. Die rationale Erklärung reichte nicht ganz hin, um ihr das Gefühl der Verlassenheit zu nehmen, dass sie angesichts dieser unberührten Weiße überkam.
„Eine weiße mächtige Bergwelt – ich denke an eine tief verschneite Hütte, in der du mir vollkommen ausgeliefert bist – tagelang!“. Mit seiner SMS hatte es angefangen. Der Gedanke, einmal in ihre Seele gelegt, wollte sich nicht wieder verabschieden. Ja, das war es, was sie wollte: mit ihm ganz allein sein, keine Nachbarn hinter der nächsten Wand, keine Restaurants in der Nähe, die sie gerne aufsuchten, wenn sie aneinander satt geworden waren. Kein Schwimmbad und keine Ausflugsziele – nichts, das sie irgend davon ablenkte, was sie füreinander waren.
Ein wenig mulmig war ihr schon zumute. Weit und breit niemand zu sehen, nur der dunkle Tannenwald zur Linken und rechts verschneite Felder, Wiesen vielleicht – eine Bergkette grüßte majestätisch von Ferne. Es dämmerte schon deutlich, obwohl es erst Nachmittag war.
Eigentlich könnte sie die Wanderung ja einfach genießen: die frische Luft prickelte durch ihren Körper, unter den dicken Klamotten schwitzte sie ein wenig vor Anstrengung, der Weg führte bergauf, immer nur bergauf. Aber ihr Geist schwebte nicht frei im Jetzt, sondern suchte nach ihm, wollte wissen, was sie erwartete, was er mit ihr vorhatte. Wollte voraus denken, wie es sein würde in der Hütte, die er für ein paar Tage gemietet hatte – würde er anders sein als sonst? Sie spürte ein Kribbeln im Bauch, das nicht von der Kälte rührte…
Sie dachte an seine letzte Botschaft, eine E-Mail vor drei Tagen: „Sage allen, die etwas von dir wollen könnten, dass du unerreichbar sein wirst. Denk dir etwas aus, erzähle von einem Meditations-Retreat, von einer Wellness-Woche ohne Handy, dir wird das Passende einfallen. Du wirst allein mir gehören, mehr denn je!“
Was er wohl damit meinte? Gehörte sie ihm nicht immer schon? Ihre Erinnerungen überstürzten sich, all die Momente fielen ihr ein, in denen sie ihn provoziert hatte, weiter zu gehen, mehr zu wagen, sie mit in seine Abgründe zu nehmen. Er war nichts als der zärtliche Liebhaber gewesen, sensibel auf ihre Lust bedacht, politisch korrekt, fürsorglich und immer liebevoll. Sie selbst hatte ihn dazu verlockt, die dunklen Seiten seiner Männlichkeit zu erforschen: die Freude am Beherrschen und Benutzen, die Lust, sie zu demütigen und als bloßes Objekt zu behandeln – bis hin zur gefährlichen Leidenschaft, ihr weh zu tun, ihr Schmerzen zu bereiten und sich an ihren Reaktionen zu delektieren. Immer wieder führte er sie dabei schnell zur Lust zurück, ohne Frage, er war kein Sadist. Was ihn reizte, war ihre Verfügbarkeit, ihre Unterwerfung, die sich in dieser Art Hingabe manifestierte, nicht ihr Leiden als solches. Aber konnte sie sich wirklich sicher sein? War sie sich seiner je sicher?
Hinter der nächsten Wegbiegung musste die Hütte liegen. Ihre Aufregung wuchs und sie beschleunigte ihre Schritte. Wie er sie wohl empfangen würde? Sie sehnte sich nach einem heißen Tee, wollte ein bisschen ausruhen, vielleicht duschen. Ob es da eine Dusche geben würde? Er hatte kein Wort verloren über ihren Aufenthaltsort für die nächsten Tage. Nur, dass sie ihm „völlig ausgeliefert“ sein würde… wie er das wohl meinte? Sie konnte doch auch wieder gehen, denselben Weg, den sie gekommen war! Allerdings – das fiel ihr jetzt erst richtig auf, inmitten dieser Menschenverlassenheit – da war niemand in der Nachbarschaft, der sie hören könnte! Sie erinnerte auf einmal die Szene, als er sie aufs Bett gefesselt hatte, die Beine mit der Stange gespreizt. Er stand über ihr, die Peitsche in der Hand und sah damit so geil aus wie noch nie ein Mann für sie ausgesehen hatte. In seinen Augen so ein seltsames Glitzern – sie spannte sich gegen die Fesseln, spürte ihre Ohnmacht, wand sich und gewährte ihm so abwechslungsreiche Blicke in ihre offene, feuchte Scham, da sie die Schenkel nicht zu schließen vermochte. Da war es gut gewesen, zu wissen, dass hinter der Wand die Nachbarn jedes zu laute Geräusch mitbekommen würden! Denn natürlich hatte er sie nie geknebelt, nie versucht, ihr die Stimme zu nehmen – er WOLLTE sie im Gegenteil hören, ihr Stöhnen und Wimmern, Seufzen, leises Jammern und heftiges Atmen genießen. Nun, in der Hütte würde niemand sie hören, da konnte sie so laut werden, wie sie wollte – wie ER es wollte….
Einmal mehr brach ihr der Schweiß aus. Zwar wusste ihr vernünftiges Ich, dass sie gerade dabei war, sich in irrationalen Ängsten zu verlieren. Er LIEBTE sie, dessen war sie ganz sicher, sonst wäre sie nicht hier. Und gewiss würde er ihr nichts wirklich Schlimmes tun, immer achtete er auf ihre körperliche Unversehrtheit, sorgte letztlich für ihr Wohlbefinden – aber all diese Überlegungen halfen jetzt nicht. Die Einsamkeit, die ungewohnte Anstrengung, das völlige Heraustreten aus der ihr bekannten Welt, und die Ungewissheit über das Kommende erzeugten ein psychisches Chaos, in dem sich Traum und Wirklichkeit untrennbar vermischten. Sie WAR ihm bereits ausgeliefert, sie spürte es überdeutlich. Das „Spiel“ hatte schon begonnen – und fühlte sich gar nicht mehr an wie ein Spiel!
Im Augenblick, als sie die Hütte erblickte – eine schlichte Blockhütte, zur Hälfte eingesunken in tiefe Schneewehen – riss der laute Piepton des Handys sie aus ihren Gedanken. Eine SMS! Mit zittrigen Fingern drückte sie die Knöpfe und las: „Wirf dein Handy in die Regentonne neben der Tür. Zieh’ dich aus und leg deine Kleider daneben. Bleib 5 Minuten nackt vor der Tür stehen und rühr dich nicht – und dann geh’ rein!“.
Sie erstarrte. Fühlte 1000 kitzelnde Federn ihre Wirbelsäule entlang streichen: Meinte er das etwa ernst? Beobachtete er sie denn jetzt? Erschrocken schaute sie sich um: Niemand zu sehen! Die Hütte lag still und stumm inmitten des Tiefschnees, nur wenig Licht drang aus dem winzigen Fenster. Vor der engen Tür ein frei geschaufelter Vorplatz, um den herum die Schneemassen bis über Brusthöhe aufragten – und ja, dort stand die Tonne!
Einen winzigen Moment dachte sie daran, umzukehren. Ihr Handy ins Wasser werfen – das bedeutete, jede Verbindung zur Außenwelt zu verlieren. Mehr noch, sie musste das in vollem Vertrauen darauf tun, dass er auch da war, dass er sich um sie kümmerte, dass er sie nicht einfach hierher bestellt hatte und die SMS von zuhause aus schickte – theoretisch konnten dort im Wald am weiter aufsteigenden Hang fremde Männer sein, die ihr jetzt zusahen… Vielleicht wollte er sie anderen ausliefern? Ihre Gedanken überschlugen sich, gerieten immer wilder und verrückter. Doch in all dieser verstörenden Verwirrung wurde ihr auf einmal klar: er hatte jetzt tatsächlich die MACHT übernommen! Das hier war nicht mehr der beschränkte „Raum des Fickens“, indem er bisher seine Herrschaft über sie ausgeübt und weidlich genossen hatte. Jetzt unterwarf er ihre ganze Person – Welt 1, die sich bisher so schützend und abfedernd über Welt 2, das Reich ihrer speziellen Leidenschaften, gewölbt hatte, war verschwunden. Es ging nicht mehr um seine Grenzen, die sie so souverän (und leichtsinnig!) verschoben und erweitert hatte – jetzt testete er IHRE!
Wie in Trance ging sie die letzten Schritte bis zur Hütte. Das Wasser in der Tonne war von einer dünnen Eisschicht bedeckt, die sie erst aufklopfen musste. Dann ließ sie das Handy hinein fallen. Wieder durchschauerte es sie, angesichts des vollendeten Faktums. Jetzt war sie ganz in seiner Hand, ohne Notrufmöglichkeit.
Und jetzt? Ausziehen, hatte er befohlen. Hier draußen, mitten im Winter!
Vom Hang her musste man sie sehen können – war da jemand? Zitternd, doch nicht vor Kälte, entledigte sie sich ihrer dicken Wildlederjacke mit dem Innenpelz. Legte den Schal ab, zog den roten Pulli aus und gleich noch das T-Shirt, das sie darunter trug. Schuhe und Socken folgten – jetzt stand sie mit nackten Füßen auf dem festgetretenen Schnee. Zögerte einen Moment, dann wand sie sich aus den engen Jeans, nur noch ein schwarzer Slip und der durchsichtige BH bedeckten ihre Blößen. Voller Scham spürte sie, wie steif ihre Brustwarzen abstanden, fühlte auf einmal, dass sie zwischen den Beinen bereits feucht war, trotz der Kälte, die sich jetzt wie ein Mantel aus Eis um ihre Nacktheit legte.
Ihr Körper zeigte an, was sie sich noch gar nicht eingestehen wollte: es machte sie geil, ihm in dieser extremen Form zu Willen zu sein. Umso mehr, je mehr innere Überwindung der Gehorsam sie kostete. Üblicherweise befahl er ihr nur, sich selbst zu stimulieren, sich Gegenstände einzuführen, die Beine zu spreizen, seinen Schwanz aus der Hose zu holen und ihn zu lutschen – alles Dinge, die sie gerne tat, die sie auch ohne das „Gebieter-Spiel“ tun würde. Zu gehorchen, hatte dabei nichts demütigendes, sondern war die reine Lust. Das hier war anders, ganz anders!
Mit wenigen hastigen Bewegungen legte sie die restlichen Stofffetzen ab. Stand nun splitterfasernackt auf dem Vorplatz vor der Hütte, ganz wie er es befohlen hatte. Es war vollkommen still. Kein Ast knackte, kein Vogel unterbrach das Schweigen, jedes Geräusch schien in den Schneemassen, aus denen diese weiße Bergwelt bestand, zu versacken. Zwar dämmerte es schon, doch noch war Licht genug, dass jeder sie sehen musste, der vielleicht oben am Hang hinter den Bäumen lauerte. Sie bekam den Gedanken einfach nicht aus dem Kopf, schaute immer wieder prüfend nach oben, auf die dunkle geschlossene Wand aus Tannen und Fichten – nichts zu sehen, keinerlei Bewegung. Und doch fühlte sie sich beobachtet, spürte Blicke wie eine Berührung im Nacken, irritierend!
Ihr nackter Körper dampfte in der Kälte, sie hatte ja geschwitzt – es erinnerte sie an die Abkühlung in der frischen Luft nach einem Saunagang. Die Kälte spürte sie noch kaum, allenfalls von den Fußsohlen her. Um dem entgegen zu treten, ging sie auf und ab, lief kleine Kreise auf dem engen Raum des Vorplatzes, hüpfte ein bisschen auf und ab – Himmel, wie sollte sie wissen, wann fünf Minuten um waren? Er wusste doch, dass sie außer dem Handy keine Uhr trug! Wieder beschlich sie dieses abgründige Gefühl im Unterbauch: Er WOLLTE das so! Wollte sich an ihrer Unsicherheit weiden, wollte wissen, wie lange sie wohl hier stehen bleiben würde, was „fünf Minuten“ ohne Uhr für sie bedeuten mochten…
Langsam wurde es richtig kalt. Von den Füßen her breitete sich die Kälte über ihren Körper aus und verdrängte die Erregung, die sie zunächst gespürt hatte. Es reichte! Fünf Minuten hin oder her: Kurz entschlossen wendete sie sich zur Hütte und drückte die Klinke der verwitterten Holztür, zog daran – der Schreck, als es nicht gleich ging, ließ ihr Herz fast still stehen! – zog wieder daran, rüttelte mit aller Kraft und fiel dann fast ins Innere, als sie realisiert hatte, dass sie drücken und nicht ziehen musste.
Ah, Wärme!!! Und sogar ein wenig Licht! Schnell schloss sie die Tür hinter sich, denn mit einem Blick hatte sie den Raum erfasst und wusste, dass da niemand war. Weder ER, noch irgendwelche Fremden. Zwar loderte nur ein Feuer im Kamin in der Ecke, das mit seinem Flackern vieles im Halbdunkeln beließ, doch sie spürte mit der instinkttiefen Sicherheit der Tiere, dass sie alleine war. Langsam gewöhnten sich ihre Augen ans Halbdunkel: der Raum war größer als gedacht, sie schätzte ihn auf über dreißig Quadratmeter. Die Möblierung eher sparsam: ein dicker warmfarbiger Teppich vor dem Kamin, verschiedene Sitzpolster, links ein Tisch mit Eckbank, hinten das Bett, groß genug für zwei, die sich berühren wollten. Daneben ein Schrank von eher geringer Tiefe. Vielleicht ein Gewehrschrank? Auf einmal fühlte sie sich als gejagtes Wild, das freiwillig in eine Falle gegangen war. Sie atmete tiefer, aufgeregter, obwohl ihr doch im Moment nichts drohte, noch nicht. Sah sich weiter um: In der Mitte des Raumes stand eine Art Holzbock aus dicken Birkenstämmen – etwa so hoch wie ihr Tisch zuhause, deutlich kürzer, aber stabiler, die Auflagefläche etwa vierzig Zentimeter breit. Und ledergepolstert!– war das ein altes Sportgerät? Sie sah die Ösen aus Stahl, die in Bodennähe in die v-förmig auseinander strebenden Stämme getrieben waren und wusste plötzlich, dass dieses Ding für einen ganz besonderen Sport hier stand. Wieder bekam sie eine Gänsehaut angesichts seiner sorgfältigen Vorbereitungen, die ihr andeuteten, was er mir ihr vorhatte. Noch bewegte sie sich ja frei im Raum, konnte immer noch die Hütte verlassen, die Kleider wieder anziehen und gehen – zwar war es jetzt schon ziemlich dunkel, aber den Weg würde sie nicht verfehlen. Und doch hätte sie für alles Geld der Welt keinen Schritt zurück gemacht. Wieder einmal war sie fassungslos angesichts der eigenen widerstreitenden Gefühle: dieses Foltergerät ansehen und wissen, dass sie bald darauf gefesselt sein würde, seinen Lüsten und dunklen Neigungen vollständig ausgeliefert. Ahnend, dass sie sich in manchen Momenten ans andere Ende der Welt wünschen würde, sich schmerzlich gegen die Fesseln stemmend, doch ohne die mindeste Chance, ihm zu entkommen. Ohne Möglichkeit, auch nur winzigste Teile ihres nackten, verletzlichen Körpers vor seinen Zugriffen und Zumutungen zu schützen – und doch wollte sie bleiben! Wollte erleben, wie es IN WIRKLICHKEIT sein würde, wollte sich seiner Gnade und Willkür überantworten – wie verstörend! Und gleichzeitig verlockend, unendlich verlockend, als sei in jenem Abgrund, an dessen Rand sie nun stand, bereit, von ihm hinein geschleudert zu werden, etwas zu finden, so unaussprechlich wunderbar, dass es keine Worte dafür gab.
Es roch angenehm harzig. Ein bisschen wie Weihnachten, wo sie als Kind gerne Tannenzweige an einer Kerze angekokelt hatte, um diesen Duft zu genießen. Sie ging ein wenig umher, berührte die rauen Wände aus nur teilweise entrindetem Holz. Die Fugen waren gut abgedichtet, von außen isolierten viele Tonnen Schnee den Raum, eine warme, bergende Höhle – wie geschaffen dafür, nackt zu sein. An der Decke, in den Wänden über Kopfhöhe und in Bodennähe gewahrte sie jetzt so manchen Haken. Auch am Bettgestell - und sogar aus dem Boden in der dunklen Ecke neben der Tür ragte eine rundliche Öse! Wozu die wohl gedacht war? Wollte er sie da etwa wie eine Hündin festbinden, während er seinen Morgenspaziergang machte? Die Handgelenke zusammen gefesselt, am kurzen Halsband angeleint, so dass sie sich nicht aus hündisch-kauernder Stellung erheben konnte? In ihrer Fantasie überschlugen sich die Bilder, eines abgründiger als das andere – hier war sie ihm wirklich ausgeliefert, niemand wusste, wo sie war, niemand konnte sie hören, egal, was er mit ihr machte – Himmel, wo blieb er nur? Sie ersehnte ihn dringend, wollte, dass er sie von den wirbelnden Fantasien befreite, durch welche Realisierungen auch immer. Geilheit und Angst, Zittern und Sehnen paarten sich in ihrem Bauch, es war schier nicht zum aushalten!
Da! Was war das? Sie war jetzt näher an den Kamin getreten und sah einen Briefumschlag auf einem der Kissen liegen, das bisher ihrer Aufmerksamkeit entgangen war. Schnell riss sie das Kuvert auf, entnahm das innen liegende weiße Blatt. Wie um noch einmal zu zeigen, dass sie hier jenseits aller „zivilisierten“ Dimensionen angekommen war, hatte er in Handschrift geschrieben: groß, kraftvoll, mit Schwung in der Linienführung. Erst im zweiten Blick konnte sie die Botschaft lesen:
„Sei gegrüßt, Liebste!“
– geradezu körperlich spürte sie die Entspannung angesichts der liebevollen Anrede. Und las weiter:
„Du erinnerst dich an die E-Mail, die ich dir am 7.Juni schrieb? Ich zitiere sie dir noch einmal:
Ich merke, wie in einem unglaublichen Prozess des Werdens und des Formens sich bei mir Bereitschaft zeigt, die MACHT wirklich zu SEIN, nicht nur zu nutzen. Zu nutzen, was DU mir schenkst, indem Du Dich gibst, ist nur die eine Seite der gesamten Kreation. Deine Seite, an mich gegeben. Wofür ich Dir unendlich dankbar bin. Macht zu SEIN, ist meine Seite dieser Kreation. Nicht (mehr) in einem von Dir vorgegebenen Rahmen zu agieren, sondern innerhalb von Räumen, die ICH uns erschaffe. Und damit mir.
Als ich Dir sagte, dass ich Dich schlagen werde, durchfuhr es mich in einer heißen Wolke unaussprechlichen Gefühls.
Ich werde mit Dir verfahren.
Ich werde Dich benutzen.
Ich werde dich halten, wie man(n) eine Hündin hält.
Gefällt Dir das?
Du wirst in dieser Hütte ausreichend Gelegenheit haben, festzustellen, ob es dir gefällt. Tagelang. Aber keine Möglichkeit mehr, dem zu entgehen oder auch nur geringfügig etwas daran zu ändern. Nicht, wenn du da bleibst. Entscheide das jetzt, es wird - im Fall, dass du bleibst - für die nächsten Tage deine letzte eigenständige Entscheidung sein.
Geh also jetzt – oder bleib!
Wenn du bleibst, hol die Hand- und Fußmanschetten aus dem Schrank und lege sie an. Mach sie eng, nicht locker. Dann trete vor den Bock, mit dem Rücken zur Tür. Spreize die Beine und klinke die Fußfesseln in die dafür vorgesehenen Halterungen. Dann leg dich über den Bock und erwarte mich. (Freunde dich ruhig an mit diesem Möbel, das ich extra für dich gebaut habe – als meine Hündin wirst du nicht viel auf Stühlen herum sitzen!) Denke während du wartest daran, dass du unter meinem Willen sein wirst, solange du in dieser Hütte bist. Ohne jede Ausnahme oder Pause! Welt 1, mittels der du dich bisher beliebig meiner Willkür entziehen konntest, wenn dir etwas gerade nicht passte, gibt es nicht mehr.
Wir sind allein – ich freue mich auf dich Liebste!“
Sie starrte auf das Blatt. Abwechselnd wurde ihr heiß und kalt, ihre Hand zitterte – immer wieder las sie die Worte, noch mal und noch mal. War es der ganz persönliche Himmel auf Erden, der sich ihr hier auftat? Die Erfüllung ihrer tiefsten Sehnsüchte, die Verwirklichung ihrer feuchtesten Träume – oder war sie dabei, eine Höllenpforte zu betreten, in der sie sich verlieren würde? Und ihn gleich mit, ihr ganzes wundersames Miteinander, das - so schrankenlos und intensiv es auch war – sich doch zu großen Teilen in der Fantasie abspielte, in Worten, im Teilen von Träumen, eher selten in handfesten Wirklichkeiten. Würde ihre „Welt 2“ eine Realisierung in dieser Schärfe und Absolutheit überstehen? Traute sie sich zu, was er verlangte?
„Ich freue mich auf dich, Liebste!“ – mit „Liebste“ hatte er den Brief begonnen, und so endete er auch. Das gab den Ausschlag, sie musste nicht gedanklich zu einem Schluss kommen. Lächerlich, auch nur daran zu denken! In Wahrheit hatte sie bereits jetzt nichts mehr zu entscheiden, nur noch zu gehorchen – oh, und wie sehr sie es wollte, IHN wollte und damit alles, woran er Freude hatte: vom romantischen Dinner bei Kerzenschein bis hin zu den dunkelsten Zumutungen, wenn er sie quälte und benutzte, sie als ein williges Stück Fleisch behandelte, einzig in der Welt, seiner Lust zu dienen.
Als sie den Schrank öffnete, erschrak sie dann aber doch! Er hatte wahrlich vorgesorgt – wollte er etwa all diese Dinge an ihr ausprobieren? Bisher war er eher ein „Magier der linken Hand“ gewesen, nicht besonders erpicht auf spezifisches Gerät und Ritual. Sie selbst hatte in einem Erotic-Shop diese hübsche Peitsche bestellt: schwarz, mit 36 dünnen Lederriemen, der untere Teil in Form eines der Natur nachgeformten Gummidildos. Geil anzuschauen, und dafür war sie auch hauptsächlich zum Einsatz gekommen: in den Fotosessions, wenn sie sich selbst fotografierte – für IHN!
Angesichts der Schlaginstrumente, die da ordentlich in Reih und Glied hingen, bekam sie auf einmal wieder Angst vor der eigenen Courage: noch niemals hatte sie eine Gerte gespürt, erst Recht nicht den Rohrstock – ihre Blicke wurden von alledem angezogen, klebten an den Instrumenten, während sie versuchte, eine „physische Imagination“ zu entwickeln, wie sich diese Dinge auf ihrem eher schmerzempfindlichen Hintern anfühlen würden. Allein die Vorstellung machte sie zittern, Schweißperlen traten ihr auf die Stirn – aber vielleicht war das ja seine einzige Absicht? Es war ihr, als hörte sie von irgendwo sein amüsiertes Lachen!
Schnell griff sie nach den im Brief erwähnten Fesseln und schloss den Schrank. Nur jetzt nicht lang nachdenken! Das kühle Leder fühlte sich gut an, haltend und schützend umschlossen die engen Manschetten ihre Hand- und Fußgelenke. Und jetzt nichts wie weg vom Schrank!
Als sie vor den Bock trat, bemerkte sie Einzelheiten, die ihr zuvor nichtaufgefallen waren: er war höher als der Tisch bei ihr zuhause, über den gebeugt er sie zu Beginn seiner Besuche ohne große Vorreden durchfickte. Nicht mal das Ausziehen wartete er dann ab, riss ihr einfach den Rock hoch, öffnete den Reißverschluss seiner Hose und nahm sich, was ihm gehörte. Und jedes Mal fühlte sie sich verstört, gedemütigt, benutzt – schmeckte dann ihre eigenen geilen Säfte, wenn er um den Tisch herum kam und ihr den Mund aufzwang, sich auch dort ausagierte, als sei das irgend ein Loch in der Wand. Aber immer hatte etwas dabei gestört! Der Tisch war einfach zu niedrig, immerhin maß er stattliche 1.95, musste also ein wenig in den Knien einknicken oder sie bis auf Schwanzhöhe hochziehen – nicht wirklich optimal.
Anders dieser Bock: Sie musste zuerst auf das Vierkantholz steigen, dass in Bodennähe die Beine miteinander verband, um die richtige Höhe für das Einklinken der Fußfesseln zu erreichen. Offensichtlich hatte er alles genau ausgemessen – er wollte sie hier nicht nur ficken, sondern dabei auch bequem stehen. Als wäre sie ein Flipper-Automat, gegen dessen Längsseite die männlichen Spieler so gerne aggressive Beckenstöße vollführten, schoss es ihr durch den Kopf. Sie spürte, wie der Gedanke sie erregte und gleichzeitig schämte sie sich dafür, schämte sich für dieses innere „Ja“ zu ihrer eigenen Reduzierung zum Gegenstand, den man in einer Bauanleitung als Bestandteil einplant – zu ganz spezifischen Zwecken.
Nun lag sie auf dem Bock, wie er es bestimmt hatte: die Beine so gespreizt, dass ihre beiden „Himmelsporten“, wie er ihre Körperöffnungen liebevoll nannte, weit offen standen. Ihr Oberkörper lag auf dem dicken Lederpolster, doch am Ende ragte sie ein wenig darüber hinaus, gerade konnte sie noch das Kinn auflegen, oder den unteren Teil der Wange, wenn sie den Kopf zur Seite drehte. Sie musste nicht erst lange rätseln, warum!
Wo er nur blieb? Wie lange wollte er sie hier wohl so liegen und warten lassen? Wieviel Zeit war schon vergangen? Sie hatte keine Ahnung! War es eine halbe Stunde – oder doch schon eine Stunde??? Obwohl ihr Oberkörper noch frei beweglich war, wagte sie es nicht, sich noch einmal aufzurichten. Auch nicht, um sich selbst zu berühren, dort wo ihre zunehmende Geilheit nach Stimulation verlangte, umso drängender, je länger sie die Schenkel nicht schließen konnte und sich so selber verschaffen, wonach ihr Körper gierte. Sie umarmte den Bock wie einen Baum, schmiegte sich wohlig an die kühle Glattheit: Sie solle sich damit anfreunden, hatte er doch gesagt. Und das war gar nicht schwer, wie sie feststellte. Eigentlich fühlte sie sich wohl in dieser „hingebungsvollen“ Lage - solange sie nicht an den Inhalt des Schrankes dachte! Doch gerade dieser Gedanke kam immer wieder zurück zu ihr und verhinderte stets aufs Neue, dass sie in wohliger Erregung vor sich hindämmerte, sich träumerisch in lüsterne Fantasien und Erinnerungen verlor.
Wollte er sie etwa wirklich schlagen? Mehr als nur symbolisch und andeutungsweise, wie bisher? Eigentlich nicht vorstellbar! Etwas in ihr lehnte diese Idee als nicht zu seiner Persönlichkeit passend ab. Andrerseits: dieses geile Glitzern in seinen Augen, als er mit der Peitsche in der Hand auf sie herunter gesehen hatte…. hatte er jetzt vielleicht vor, tatkräftig zu erforschen, ob es ihm Lust bereiten könnte, ihr weh zu tun? Ohne sofortigen Rückweg zur Lust: als klassische Bestrafung!
Aber wofür sollte er sie denn strafen? Sie folgte ihm doch aufs Wort, gehorchte allen seinen Befehlen ohne Widerrede, ja sogar mit Freude!
„Wirf dein Handy in die Regentonne neben der Tür. Zieh’ dich aus und leg deine Kleider daneben. Bleib 5 Minuten nackt vor der Tür stehen und rühr dich nicht – und dann geh’ rein!“
Die Erinnerung an den Originaltext seiner SMS sprang sie an wie ein Raubtier aus dem Hinterhalt. Sie erschrak so sehr, dass es sie auf einmal fror, eisige Schauer krochen ihr das Rückrat hinauf, Gänsehaut punktete ihre hingestreckte Nacktheit bis die kalte Angst in heißestes Schuldgefühl umschlug: Himmel, sie WAR BEREITS ungehorsam gewesen! Gewiss waren es keine fünf Minuten, da draußen im Schnee! Und selbst wenn: sie HATTE sich gerührt, war im Kreis herum gegangen, sogar auf und ab gehüpft, seinen Befehl locker ignorierend, weil er ihr Unbequemlichkeit und ein bisschen Frieren zumutete – nur fünf Minuten!
Ob er sie gesehen, von irgendwoher beobachtet hatte? Aber sicher, daran war nicht zu zweifeln. Gewiss ließ er sich kein Schauspiel entgehen, dass er selbst für sie inszenierte. Ob er sie deshalb solange warten ließ? War das schon ein Teil der Strafe? Sie fühlte sich jetzt hundeelend, geradezu am Boden zerstört. Tränen traten ihr in die Augen. Wie hatte sie nur so leichtsinnig sein können und allen Gehorsam einfach vergessen? Es war keine Absicht gewesen, keine bewusste Verweigerung - aber würde ihn das gnädiger stimmen? Würde das irgend einen Unterschied machen? In manchen Angelegenheiten war er äußerst konsequent!
Auf einmal fühlte sie sich den Bildern, die die martialischen Gerätschaften im Schrank in ihrer Vorstellung entstehen ließen, sehr viel näher gerückt. Die beruhigende Idee, dass er „den Schrank“ nur arrangiert hatte, um sie ein bisschen zu schrecken, wirkte auf einmal nicht mehr glaubwürdig. Plötzlich war sie sich ganz sicher, dass die Gerte, der Rohrstock, die Peitsche nicht bloße Schaustücke waren – er würde sie auch benutzen. Zwar nicht „einfach so“: sie hatten einst darüber gesprochen, dass alle Ereignisse im Rahmen ihres Spiels einen „stimmigen“ Grund haben müssten, damit sie nicht zum rein äußerlichen „Schauspiel“ ohne jede Tiefe gerieten – aber den GRUND hatte er ja nun! Guten Grund.
Wann kam er denn endlich? Mehr denn je ersehnte sie sein Erscheinen, verlangte mit aller Inbrunst danach, dass er sie ENDLICH aus dieser Ungewissheit befreite – egal wie! Ja, sie versuchte, sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass er sie jetzt gleich hart strafen würde: irgendwann würde es vorbei sein und alles wäre wieder gut. Sie kochte innerlich regelrecht weich, ihre Selbstvorwürfe und Ängste überschlugen sich: niemand würde sie hier schreien hören, wenn er es darauf anlegte!
Seltsam aber, dass sie nicht einen Moment daran dachte, aufzustehen und zu fliehen – psychisch erschöpft lag sie schließlich schwer atmend auf dem Bock und erlebte sich als ein zitterndes Nichts, das nur noch eines wünschte: Von ihm bestraft werden, und zwar schnell! Sie wollte jetzt, dass er sie schlug. Plötzlich verlangte es sie nach dem Schmerz, den sie bisher immer nur gefürchtet hatte. So ein Schlag mit der Gerte war gewiss geeignet, ihr die quälenden Gedanken auszutreiben – mehr davon würden sie vollständig auf die physische Ebene zwingen, jeder Hieb würde eine feurige Welle durch ihren Körper jagen und sie würde nichts anderes wahrnehmen als den Schmerz, den Nachhall, das Warten auf den nächsten Schlag – und danach würde sie erschöpft sein, aber auch stolz. Und befreit von allen Schuldgefühlen, die sich jetzt noch als verstörender Herzschmerz immer wieder quälend bemerkbar machten.
Schwere Schritte vor der Tür, jemand trat wuchtig den Schnee von den Stiefeln ab – ER KAM!!!
Ihre Gedanken setzten aus. Vollkommen reglos verharrte sie – selbst wenn sie es gewollt hätte, wäre sie nicht im Stande gewesen, sich zu rühren. Fest presste sie das Gesicht gegen das Polster, wollte nichts sehen, nichts hören, sich am liebsten verstecken in irgend einem dunklen Kellerloch des Daseins. Den eisigen Lufthauch, der ihren nackten Körper erreichte, als die Türe aufging, spürte sie kaum. Blitzartig schoss ihr durch den Kopf: Wenn es nun jemand anders wäre? Ein Förster? Irgend ein Bergwanderer? Der Anblick, den sie dem Eintretenden bot, war gewiss einladend, aber auch erschreckend für jeden, der hier nichts weiter erwartete als den Schutz einer wärmenden Hütte in kalter Winternacht. Eine nackte Frau, weit gespreizte Beine an grobe Stämme gefesselt, im aufklaffenden Geschlecht glitzernde Nässe – das flackernde Kaminfeuer goss Licht und Schatten über ihre sanften Rundungen, verhüllte und enthüllte, schien ihren ausgestellten Körper zu streicheln und hervorheben zu wollen.
Ein lauter Rumms zerbrach die Stille, als er die Tür mit Schwung hinter sich zuwarf. Ja, er war es, kein Zweifel! Sie erkannte seinen Atem, fühlte seine starke Präsenz, spürte fast physisch seinen Blick über ihre Nackheit wandern, als er für einen endlosen Moment an der Tür verharrte. Hörte dann, wie er sich seiner Jacke entledigte, sie achtlos in die Ecke warf – dann war es wieder still. Fast – leise hörte sie ihn atmen, ruhiger jetzt, und doch irritierend anzuhören: Ein Jäger, der ganz still seine Beute beobachtet, regungslos, unendlich aufmerksam. Sie spürte, wie ihre feinen Körperhäärchen sich aufstellten. Was machte er nur? Wollte er denn ewig dort am Eingang stehen und sie nur ansehen? Ohne ihn mit physischen Augen zu sehen, konnte sie ihn doch mit ihren aufs äußerste gespannten Sinnen genauestens wahrnehmen. Fühlte sich wie gegrillt unter seinen Blicken – spürte genau, wo er hinsah, wollte unwillkürlich die Schenkel schließen, sich diesem Blick entziehen, spannte die Muskeln, fühlte den unerbittlichen Widerstand der Fußfesseln. Da, ein Geräusch! So schnell es auch vorbei war, hatte sie es doch erkannt: das Öffnen eines Reißverschlusses. Schnell trat er näher, stand jetzt direkt hinter ihr, ganz nah vor ihrer aufgespreizten Blöße – sie hörte, wie sein Atem sich veränderte, hin zu dieser genießerischen Geilheit, die sie zum bloßen Objekt seiner Begierden machte.
„Was für eine geile nasse Votze! Die werd’ ich jetzt durchficken!“ – er sagte es leise, flüsternd fast, die zentralen Begriffe betonend. Die drastischen Worte durchzitterten ihren Körper, holten sie herein in den Raum seiner Erregung, nahmen sie in Besitz – im Ganzen, aber auch im Detail.
Eine Bewegung ging durch sie hindurch, alle Starre fiel von ihr ab, seufzend streckte sie ihm entgegen, was er benutzen wollte - die Welle der Geilheit, die sie überschwemmte, tilgte alle Erinnerung ans Gewesene, an Schrank und Strafe, an Schuldgefühl und Schmerzverlangen, an Rohrstock und Peitsche. Sie wurde ganz zu dem, was er jetzt von ihr wollte: geile nasse Votze. Nichts sonst. Unendlich gierig, verlangend, bereit, ihn aufzunehmen, auszusaugen, sich stoßen und durchpflügen zu lassen, ihm ihre dunkelste Tiefe öffnend, auf dass er sich ausbreite, sich in ihr ergehe, ihre Grenzen auslote und sie weiter aufdehne, jeder Stoß Agonie der Lust, jeder Rückzug schier unerträglich. Er berührte sie nirgends sonst, weder vor, noch während er sie fickte, sondern umfasste die Außenkanten der Polsterung, um mit der nötigen Wucht zuzustoßen. So erlebte sie sich gänzlich reduziert auf ihr Geschlecht, war nichts als empfangende, hingegebene, aufnahmebereite Höhlung für seinen Schwanz, für IHN, der ihr unendliche Lust schenkte, indem sie ihm diente, alles zuließ, nichts zurück hielt, sich nicht einen Millimeter entzog, sich im Gegenteil immer mehr öffnete, wie hart und rücksichtslos er auch in ihr wühlte. Jeder Stoß erschütterte sie zutiefst, doch dann wieder ließ er sie zappeln, zog sich fast ganz zurück, reizte sie mit nur kleinen, schnellen Bewegungen der Schwanzspitze, die sie schier wahnsinnig machten; rammte sich dann erneut bis zum Anschlag ins Weiche, so dass sie schmerzlich aufstöhnte. Ihr Keuchen füllte jetzt den Raum, während ihr Geist sich mehr und mehr verwirrte, sich auflöste in diesem Ozean der Lust. Ja, inmitten ihrer überströmenden Geilheit erlebte sie auch die dunkle Seite des Verlangens: er sollte sie zerfetzen, zerreißen, zerstören, sollte sie nicht nur stöhnen machen, sondern zum Schreien bringen, sollte ihr weh tun und dann noch eins drauf setzen, sich hemmungslos geil in sie einschreiben, unwiderruflich, endgültig. Er sollte sie aus sich heraus ficken, heraus aus der Welt, aus dem Leben, aus der Zeit, aus dem ganzen gewaltigen Kosmos, der zwar in seiner Größe und Vielfalt wunderbar war, aber letztlich eine nutzlose Anstrengung.
So gewahrte sie für einen Moment das letzte Ziel ihrer Gier, bevor die Wellen über ihr zusammenschlugen und Gedanken, Fühlen und Gewahrsein mit sich rissen.
(Clu Maria - 1/2003)
Lies dazu den persönlichen Kommentar “SM-Geschichten schreiben”





28. Dezember 2008 um 11:51
[...] war ein recht spontaner Akt, die Story „Die Hütte im Schnee“ hier zu veröffentlichen. Ich hatte in einer Community einen Text kritisiert und bekam als [...]