Morgenstunde
Januar 21st, 2006 Clu MariaSo leise wie möglich stecke ich den Schlüssel ins Schloss und drehe ihn einmal um sich selbst. Die Tür öffnet sich mit einem “klack”, hastig trete ich ein und schließe sie hinter mir. Im dunklen Flur ist es vollkommen still. Reglos lausche ich in die Dämmerung: höre ich ihn vielleicht atmen? Ich spüre, wie aufgeregt ich bin: noch immer hält mich der Groll der letzten fünf Stunden fest im Griff. Der 15-minütige Fußweg von meiner zu seiner Wohnung durch die kühle Morgenfrische hat nicht gereicht, mich zu beruhigen. Oh, und ich will mich auch gar nicht beruhigen! Verdammt, er soll es mitkriegen, wie ich mich fühle: stinksauer, erschöpft von der durchwachten Nacht, todmüde - und ganz gewiss nicht geil!



