Wann beendet man eine fordernde Szene?
Dezember 20th, 2005 Clu MariaIm Bondage-Forum stellte ein Mitschreiber die Frage:
- Wie entscheidet der Aktive, wie lange er eine Situation aufrecht erhält ?
- Wann muss der Passive aus der Rolle befreit werden, wenn es um etwas geht, was länger machbar ist, aber doch irgendwann ein Ende haben muss ?
Da ich schon vorzeitige Abbrüche fordernder Szenen erlebte, die mich nicht das haben erreichen lassen, was ich erleben wollte, sehe ich die Brisanz der Frage. Zunehmend muss ich sie mir auch selber stellen, wenn ich in der aktiven Rolle bin und nicht recht weiß, wann es eigentlich genug ist mit der aktuellen Zumutung. Nicht immer kommen von Sub eindeutige Signale, an denen man sich zur Not orientieren kann. Was dann? Gibt es Kriterien für den Abbruchs, die Erlösung des “armen Opfers” ?

Früher dachte ich gleich: Aha, die Neigung verschwindet!, wenn ich mal keine Lust auf BDSM mehr verspürte:
Mein gestriger Eintrag “Vom Absturz” war fast ein wenig prophetisch. Zwar erlebte ich keinen wie immer gearteten Sturz von irgend einer Höhe herunter, aber durchaus Vergleichbares: ich kam gar nicht erst rein ins Vergnügen. Ich klebte fest an knallharten inneren Widerständen, litt einfach nur an dem, was passierte, und fragte mich immer mal wieder: Was tu ich hier eigentlich?? Bin ich nicht ganz dicht??


