Ohne Nähe kein Gelingen: vom Absturz
November 30th, 2005 Clu MariaManchmal staune ich darüber, was so manche Einsteigerinnen (und nicht nur sie!) zu ertragen bereit sind, bevor sie sich auf sich selbst besinnen und zu einer erfüllenden Praxis finden.
Gerade las ich vom Erleben einer 18-Jährigen, die in ihren Sessions regelmäßig einen Absturz in die Leere erlebt: plötzlich sind die Gefühle weg, Worte verlieren jeglichen Sinn, lösen jedenfalls keine innere Resonanz mehr aus - inmitten äußerer Zweisamkeit bricht Einsamkeit auf, wie sie schlimmer nicht sein könnte und zu der sich die beiden Beteiligten ratlos verhalten, sofern überhaupt ein Austausch darüber stattfindet.
Was ich in einer Session erlebe, hängt nicht allein davon ab, wie Top mich “behandelt”, sondern auch davon, wieviel Energie ich ins Geschehen mitbringe. Gefühle und Empfindungen verändern sich, wenn Sub müde und erschöpft ist, oder - und das ist das Spannende - sie kommen gar nicht erst auf!
Seit mein Liebster und ich gelegentlich switchen, haben wir eine ganz neue Dimension des Erlebens gemeinsam: wir LERNEN voneinander - und das ist supertoll! Neulich sagte er lachend zu mir, ich hätte wohl Kontakt zu “besseren Subs” gehabt, ich sei ja heute so folgsam und engagiert, wie es sonst gar nicht meine Art sei! Die Sub, die ich gerade war, schlug verschämt die Augen nieder - er hatte ja so recht! :-)
Im
Das ist sehr verschieden, je nachdem, wie und mit welchem Ziel man fesselt, bzw. gefesselt wird. Viele fesseln ausschließlich als Fixierung, um dann “zur Sache zu kommen” - es gibt aber viel MEHR Möglichkeiten, das Spiel mit den Seilen zu genießen:
Ich bin offenbar immer noch nicht im Stande, mit dem Sonnenuntergang auch alleine glücklich zu sein, ganz darin aufzugehen, ohne dass etwas fehlt. Der ANDERE, der ihn mir zeigt, ist irgendwie wunderbarer. Durch ihn und mit ihm erfahre ich “die oberen Ebenen” - alleine nicht. 


